Die AfD Chemnitz zog nachvollziehbarerweise auch AnhängerInnen mit rechtem und rechtspopulistischem Weltbild an. So war Robert Andres AfD-Mitglied, bevor er im März 2014 wieder austrat und sich heute für PRO CHEMNITZ engagiert. Der PRO CHEMNITZ-Stadtrat Joachim Ziems schaffte es, aus seiner Partei auszutreten, in die AfD einzutreten, um danach wiederum zu PRO CHEMNITZ zurückzukehren.

Bei der Stadtratswahl 2014 erzielte die AfD in Chemnitz aus dem Stand 5,64 % und zog mit Dr. Roland Katzer, Falk Müller und Thomas Sänger in den Stadtrat ein. Bei den Landtagswahlen erzielte die Partei in der Stadt ein Ergebnis von 9,22 % und verdoppelte damit fast ihren Stimmenanteil.

Im Stadtrat ist die Partei bisher nicht mit rechtspopulistischen Anträgen aufgefallen. Und auch Fraktions- und Kreisverbandsseite stehen derzeit eher verwaist da.
Einzig auf ihrem Facebook-Profil sind seit Dezember 2014 wieder Aktivitäten zu verzeichnen. Neben Bildern von Veranstaltungen werden vor allem Botschaften der AfD-Fraktionsvorsitzenden im sächsischen Landtag, Dr. Frauke Petry, und anderer prominenter AfD-FunktionärInnen geteilt. Dabei fungiert auch die AfD Chemnitz als Sprachrohr für rechtspopulistische, migrations- und islamfeindliche sowie antifeministische Positionen. So werben Beiträge häufig für PEGIDA und fordern den von der AfD gelebten Dialog mit dieser Initiative. Aber auch die Diffamierung von Gendermainstreaming als „Wohlstandsmüll“ spielt für die Betreiber des Chemnitzer Facebook-Profils der Partei eine Rolle.

Diese Seite wurde zu zuletzt am 2. März 2015 bearbeitet.

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